News Dürfen sich Sportwagenfahrer noch an den Kudamm trauen?

Die Polizei macht jagd auf „Raser“…dabei geraten aber auch seriöse Sportwagenfahrer immer häufiger ins Visier der Beamten.

Was war das früher schön mit seinem Traumwagen (den man sich mit jahrelanger Arbeit verdient hatte) und seiner Liebsten über den Kudamm zu fahren. Diese Zeiten dürften jedoch vorbei sein, seitdem man auch als ordentlicher „Sportwagen“ Fahrer damit rechnen muss, von der Polizei jederzeit herausgezogen zu werden.

Dabei geht es nicht selten recht ruppig zu. Alles wird streng überprüft…und oftmals werden serienmäßige Klappen-Auspuffanlagen zu Streitauslösern bis hin zur Stilllegung des Fahrzeugs. Aus eigener Erfahrung kann man berichten, dass man selbst als 46 jähriger Mann (noch nie ein Fahrverbot und keinen einzigen Punkt) sehr schnell ins Schwitzen kommt, wenn einem die „Belehrungen“ nur so um die Ohren fliegen. Was genau, hat man eigentlich getan?

Als sich dann nach einem Lautstärke-Test der Originalzustand des Auspuffs bestätigt hatte, war der peinliche Akt, der von vielen schadenfrohen Schaulustigen mit ihren Handys gefilmt wurde, endlich beendet.

Auch wenn in meinem Fall die Kontrolle noch gut ausging, hatten andere Fahrer weniger Freude, als ihr Fahrzeug dann auf einen Abschlepper aufgeladen wurde…

Sicherlich rechtfertigen die teils tödlich geendeten illegalen Autorennen auf dem Kudamm dieses Vorgehen, jedoch wäre es angenehmer, wenn man den seriösen älteren Herrn von den jugendlichen Möchtegern-Rennfahrern schneller unterscheiden würde.

Der Kudamm darf sicherlich nicht zum Spielfeld von verantwortungslosen Rasern werden, aber dennoch sollte nicht jeder Sportwagenfahrer pauschal als Raser eingestuft und herausgezogen werden.

Manche haben ein Leben lang dafür gearbeitet, um sich nun im gesetzten Alter ihren Traumwagen zu leisten… daher sollte man diese Leistung auch respektieren und nicht den Fokus pauschal gegen jeden Sportwagen-Fahrer richten.

Sollte jemand in diesem Zusammenhang was wirklich krasses erlebt haben, kann er sich gerne bei der Redaktion melden. Danke.