News Sind Autotreffen in Berlin bald nicht mehr möglich?

Am 28.10.2016 fand in Berlin ein Polizeieinsatz statt, der die Tuningszene wie Kriminelle erscheinen lässt. Hunderte von Polizisten ließen keinen Spielraum mehr für eine Saisonabschlussfeier der Tuningszene…

Sicher…es gibt grobe Schwachköpfe in der Tuningszene, die sich ausschließlich über ihre Autos definieren und zu illegalen Straßenrennen neigen. Aber längst hat sich die Tuning-Szene dahingehend organisiert diese Ausnahmen selbst zu entsorgen und offiziell auszuschließen. Wie in jeder Gruppierung sind es die „lauten ähnlich auftretenden Mitglieder“, die den Ruf einer ganzen Gruppierung schädigen.

Es war in Tuning- Kreisen noch nie cool, wie ein Vollidiot über den Kudamm zu brettern und dabei Menschen zu gefährden. (eigentlich möchte man ja nur gesehen werden…) Umso befremdlicher wirkt es, wenn Polizisten in Zivil versuchen solche Situationen zu provizieren und selbst zu solchen Rennen auffordern…um danach eine „Straftat“ zur Anzeige bringen zu können!?

Wer die Szene nicht kennt, muss nach der Polizeiaktion vom vergangenen Freitag annehmen, dass die Tuningszene den neuen Staatsfeind Nummer 1 darstellt? Man fragt sich wie viel 100.000 € hat es den Steuerzahler an diesem Freitag gekostet, um Dezibelüberschreitungen und nicht eingetragene Tieferlegungen festzustellen? Neuwagen, die absolut Original nach den EU-Richtlinien von den Fahrzeug-Herstellern selbst homologiert und für deutschen Markt zugelassen wurden, konnte man beim Abtransport beobachten. Ein mittlerweile oftmals vom Werk bereits verbauter Klappenauspuff reicht schon als Begründung für den „Verdacht einer Auspuffmanipulation“.

Hierbei werden nicht wie früher Mängelkarten vergeben, bei denen die Fahrzeuge dann nach der Mängelbeseitigung nochmals vorgeführt werden müssen, sondern es werden scheinbar willkürlich die höchst möglichen Kosten für die Fahrzeugbesitzer verursacht, um die Verkehrserziehung möglichst wirksam unvergesslich zu machen.

Wie immer steht der Kontrollwahn unter einem Vorwand, der dem nichtbeteiligten Bürger als sinnvoll einleuchtet. Jedoch werden hier alle Tuningfans gerastert und für potenzielle Straßenrennfahrer gehalten und auch verfolgt. Den Kudamm mit einem original belassenen Sportwagen zu befahren ist auch bei geschlossenen Auspuffklappen und angepasster Fahrweise keine Garantie dafür, dass man den Kudamm auch wieder mit seinem Auto verlassen wird! Gäste aus anderen Städten mussten diese Erfahrung auch schon machen und werden Berlin in ausschließlich böser und sehr teurer Erinnerung behalten.

Bei einer Kontrolle stellten Beamte sehr schnell klar, dass würde man zu einer „Zielgruppe“ gehören, dass Fahrzeug schon längst auf einem Hänger wäre! Übersetzt bedeutet das, dass man keinen wirklichen Grund braucht, um den Besitzer eines Fahrzeuges unter hohem Kostenaufwand zu therapieren!

Auch ist dabei schon ein Beamter ganz besonders in Erscheinung getreten, dessen scheinbar unbegrenzte Befugnis in etlichen Videos bereits festgehalten wurde.

Hier ist nun die Frage, was man mit diesen Vorgehensweisen tatsächlich bezwecken möchte? Will die Politik bei den Wählern punkten? Oder will man, wie so oft, von anderen Problemen ablenken? Ist es noch im Verhältnis, für einen riesigen Kostenaparat Bundesbürger wegen Dezibelüberschreitungen und nicht eintragenen Tieferlegungen in ihrer Lebensqualität derart zu schikanieren, wenn gleichzeitig notwendige Ausgaben für Schulen und Kitas nicht aufgebracht werden können?

Was ist mit den Automobilfans, die auf eigene Kosten historische Fahrzeuge am Leben halten und den Menschen somit ein Stück Geschichte bewahren? Müssen diese Fahrzeugtreffen bald auch alle ausfallen, weil auf der Zufahrt zu solchen Treffen Hundertschaften an Polizei über diese Fahrzeuge herfallen könnten, um deren Originalität zu überprüfen? Dabei sollte man bedenken, dass auch diese schikanierten Menschen die hauptsächlichen Wähler von Morgen sind, die bundesweit solche Vorgehensweisen nicht mit ihrer Stimme belohnen werden.

Dieses Verhalten deutet nicht mehr darauf hin, dass man „potenzielle Raser“ aus dem Verkehr ziehen will. Auch hat die Szene längst die Message verstanden und von sich aus begonnen die potenziellen Möchtegernrennfahrer auszuschließen!

Hier geht es um das Hobby sich mit schönen Autos ein Stück Lebensqualität zu erweitern!